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609. herzensbilder.ch-Einsatz bei Mina

Es ist eine Pflegefachfrau einer Intensivstation, die sich bei herzensbilder.ch meldet:
„Liebes Herzensbilderteam, Mina liegt seit ihrer Geburt Mitte August bei uns auf der Intensivstation. Sie hat eine schwere Krankheit und ein hohes Risiko zu versterben. Nächste Woche entscheidet sich, wie es genau weiter geht, aber es sieht leider nicht gut aus. Die Mutter würde sich wahnsinnig über ein paar schöne Erinnerungsbilder freuen! Wir wollten anfragen, ob ihr dieses Wochenende Kapazität hättet…? Wir haben eine Taufe mit einem Priester organisiert für am Wochenende. Die Familie wohnt im Ausland und es kann wohl nur die Mama anwesend sein dann. Es wäre natürlich perfekt, wenn ihr diesen besonderen Moment festhalten und anschliessend noch ein paar Bilder von Mina und ihrer Mutter machen könntet…?
Ich hoffe bald von euch zu hören und bedanke mich schon mal!“

Fotoengel Peter Greitzke (www.liebe-ist-alles.com / www.petergreitzke.com) macht es sofort möglich, diese Bilder der Taufe möglich zu machen.
Danke dir lieber Peter, von ganzem ganzem Herzen, dass du trotz massiven Rückenschmerzen deine Physiotherapie verschiebst kurzfristigst, um für Mina und ihre Mama da sein zu können.
Danke, dass du das tust, als wäre es das selbstverständlichste dieser Erde, es tust, wissend, dass diese Bilder nur genau jetzt gemacht werden können.
Danke, dass du dann einfach da bist, mit so viel Mut, so viel Herz und all deinem Können.
Danke, dass du ihnen Zeit schenkst inmitten ihres Sturmes und versuchst, alles an Bildern zu machen, was möglich ist.

Du schreibst danach: „Die Pflegerinnen von der Station waren einfach sensationell, allen voran die gerade zuständige Pflegende, die schon einiges vorbereitet hatte. Immer wieder hat man mir gesagt, dass ich mich melden solle, wenn ich etwas brauche, obwohl sie wirklich alle Hände voll zu tun hatten und offensichtlich genau nebenan ein Kind lag, dass besonders intensive Hilfe brauchte. Ich verneige mich und ziehe meinen Hut vor diesen Frauen und dem, was sie dort leisten. Mein Rücken ist gerade ganz schlimm, aber ich hoffe, dass es bald wieder einigermassen geht und ich in ein paar Tagen Mina nochmals besuchen kann auf der Station dann, wenn auch der Papa da sein wird, um noch Familienbilder und Papa-Mina-Bilder möglich zu machen.
Die Taufe war für alle sehr bewegend, wir konnten die kleine Mina, sogar ein Stück aus dem Bett herausholen und sie der Mama auf den Arm legen für Fotos. Der Einsatz in der Intensivstation hat bei mir tiefe Eindrücke hinterlassen, mich tief berührt und ich bin unendlich dankbar, dass wir jeden Tag als Geschenk erleben dürfen und ein gesundes Kind haben…“

Und dann zauberst du erneut, lieber Peter, eigentlich noch immer fest Patient, gehst du dennoch ein zweites Mal, einfach weil es dir so wichtig ist, dass auch der Papa Bilder mit seiner kleinen Tochter haben wird.
Danke dir so so fest. Du kommst genau im richtigen Moment, da beschlossen wird, Mina gehen zu lassen und du vorher noch alle Bilder machen konntest, die die Eltern vielleicht so unendlichst fest brauchen werden auf ihrem Weg ohne ihren kleinen Goldschatz.

„Die Pflegerin heute war wieder unglaublich hilfsbereit und wir haben im Rahmen dessen was möglich war, ein schönes Setup aufgebaut und wir haben auch heute schöne und innige Fotos bekommen, auch wenn alles sehr emotional war und bei allen viele Tränen geflossen sind“, schreibst du danach. Alle Dankesworte der Welt sind zu klein dafür, für das, was du in diesen beiden Tagen geschenkt hast. Dich so fest in den Hintergrund gestellt hast, dein Rücken warten musste oder durchhalten musste, weil gerade nichts so wichtig war, wie diese Bilder.
Das verdient allergrössten Respekt und die Dankbarkeit der Eltern ist endlos gross.

Irgendwann später fliegt sie auf und davon, die kleine Fee, den Sternen entgegen.
Und dann kommt ein Mail ihrer Eltern:
“Vielen Dank! Ihr Fotograf war sehr professionell. Alles wurde bis ins kleinste Detail hergerichtet. Die Fotos sind exzellent! Es war eine gute Idee. Im ersten Moment wollten wir keine Fotos machen lassen. So sehr schmerzte uns die Situation. Aber es war sehr gut. Jetzt können wir jederzeit unsere Mina bei uns haben und sie ansehen. Vielen Dank!“

Liebe Mina-Mama
Lieber Mina-Papa

Wir denken fest an euch und es tut uns unendlichst leid.
Niemand sollte sein Kind gehen lassen müssen, es hätte doch alles so ganz anders sein sollen.
Wir sind froh, dass wir euch noch diese Bilder schenken konnten.
Diese Bilder eurer Tochter, diese Bilder von euch als Familie.
Diese Bilder, die all die Liebe miteingepackt haben, die ihr Mina geschenkt habt, all die Liebe, die ihr ihr ein ganzes langes Leben lang hättet schenken wollen.
Diese Bilder, die das Unfassbare fassbarer machen, die euch helfen, euch zu erinnern, wie sie denn genau ausgesehen hat, eure Mina-Fee.
Wir hoffen, dass da Menschen um euch sind, die euch und euren schwerverletzten Herzen gut tun.
Menschen, die Mina nie vergessen werden und die da sind, dann, wenn es wieder so unendlich weh tut, dass ihr sie gehen lassen musstet…
Alles Liebe, in endlos grosser Verbundenheit, ein Licht brennt für euch…