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643. Herzensbilder.ch-Einsatz bei der kleinen Sternenfee Amira

Es ist eine liebe Hebamme, die sich bei herzensbilder.ch meldet.
Da seien Eltern bei ihr auf der Station, die ihr Baby kurz nach verstrichenem errechneten Geburtstermin still zur Welt bringen werden.
Ob, wenn sie das möchten, vielleicht ein Fotoengel kommen könnte, dann, wenn die kleine Sternenfee geboren sei, um ihnen Erinnerungsbilder an ihre Tochter zu schenken?

Versprechen können wir es nie, dass jemand kommen kann,
aber wir würden alles versuchen.
Als klar wird, dass die Eltern sich ganz fest über Bilder freuen würden und ihre Amira geboren ist, sagt Fotoengel Caspar Martig (www.casparmartig.ch) sofort zu, diese Fotos möglich zu machen.
Danke dir, lieber Caspar, von ganzem Herzen, dass du mit einer so berührenden Selbstverständlichkeit dein Tagesprogramm auf den Kopf stellst, um für diese Familie da sein zu können.
Danke dir so fest, dass du Prioritäten setzt und alles gerade weniger wichtig ist, als diese Bilder, die nur hier und jetzt gemacht werden können, möglich zu machen.
So viel Mut braucht es, ein Spitalzimmer zu betreten, in dem Eltern gerade Abschied ihres geliebten Kindes nehmen müssen, das sie doch hätten begrüssen wollen auf dieser Welt für einen ganz langen gemeinsamen Weg.
Danke dir, dass du diesen Mut hast und es einfach tust.
Danke, dass du festhältst in feinen und würdevollen Bildern, dass sie da war, die kleine Amira-Sternenfee.
Danke, dass du mit deinen Bildern all die Liebe eingefangen hast, die sie ihrer Tochter in diesem Moment geschenkt haben. All die Liebe, die sie ihr ein ganzes Leben lang hätten schenken wollen.
Danke, dass deine Bilder für immer sichtbar machen, dass sie Eltern einer kleinen Tochter sind, Eltern von Amira.
Danke, dass deine Bilder für Amira’s Bruder fassbar machen, dass da wirklich eine Schwester da war, auch wenn sie sich schon aufgemacht hat zu den Sternen, noch bevor sie hier auf der Erde angekommen ist.

Du hast es so gut gemacht, danke ohne Ende, auch für deine Worte danach: „Amira’s Eltern und Grosseltern sowie der kleine herzige Bruder waren alle im Zimmer auf der Geburtsabteilung. Die Mutter hatte die kleine Amira im Arm, als ich das Zimmer betrat. Die ganze Familie war in ihrer Traurigkeit sehr gefasst und emotional sehr zugänglich. Ich hatte das Gefühl, es war ihnen sehr wichtig, das kleine Mädchen Amira als Teil ihrer Familie tief in ihren Herzen zu haben. So sind auch eigentlich alle Fotos ganz natürlich immer in Verbindung mit der Familie entstanden. Ich verbrachte etwa eine halbe Stunde mit der Familie, danach schien es mir gut, sie wieder alleine zu lassen.
Es hat mich sehr berührt, diese Bilder machen zu dürfen und ich hoffe, ich kann der Familie, insbesondere dem noch kleinen Bruder ein Andenken an seine Amira geben…“

Und dann meldet sich Amira’s Mama:
„Der Tod von unserer Amira nimmt uns sehr mit. Es fällt uns sehr schwer, Boden unter die Füsse zu kriegen und ohne sie weiter zu gehen. Wir hangeln uns von Tag zu Tag, manchmal von Minute zu Minute… Wenn ich versuche, mich an diese Zeit zu erinnern, in der Amira zur Welt gekommen ist, ist vieles neblig, einige Momente sind gleichzeitig sehr klar. Die Hebammen, die uns begleitet haben, haben mit euch Kontakt aufgenommen und den Fototermin für uns in die Wege geleitet – wir mussten nichts unternehmen. Sie haben mit Caspar Martig eine Zeit so vereinbart, dass Amiras Bruder und die Grosseltern auch mit dabei sein konnten. Ich weiss noch, dass es mir zuerst seltsam vorkam, Fotos von einem toten Baby zu machen. Als Caspar kam, schaffte er durch seine natürliche, zurückhaltende und mitfühlende Art eine ungezwungene Atmosphäre. Er machte die Bilder fast unauffällig und verabschiedete sich dann so auch wieder. Die Fotos sind wunderschön geworden. Caspar hat ihnen einen Brief beigelegt, der uns sehr berührt hat durch die Feinfühligkeit und Verbundenheit, die er vermittelt. Die Bilder stellen für uns eine unendlich wertvolle Erinnerung an unsere Tochter dar. Zwei davon haben wir gerahmt im Wohnzimmer aufgestellt, um sie auch optisch immer irgendwie bei uns zu haben. Viele Besucher nehmen sie als wunderschön war. Mit den restlichen Bildern werden wir ein Album gestalten, wenn wir dann die Kraft dazu haben werden. Für die Grosseltern und Amiras Gotti und Götti ist es ebenfalls sehr wertvoll, ein Bild von ihr aufbewahren zu dürfen. Wir danken euch von ganzem Herzen für euren Einsatz. Es lässt sich gar nicht mit Worten ausdrücken, wie wertvoll dieser ist…“

Liebe Amira-Mama
Lieber Amira-Papa

Wir sind froh, dass Caspar bei euch sein konnte.
Dass er für immer festhalten konnte, wie sie aussah, eure wunderbare Tochter.
Dass die Bilder für immer zeigen, dass sie wirklich da war, eure geliebte Amira, dann, wenn es wieder so unreal und wie ein Traum scheint.
Diese Bilder, die euch für immer spüren lassen dürfen, wie liebevoll ihr sie begrüsst und verabschiedet habt, eure Sternenfee.
So viel Liebe und Geborgenheit habt ihr ihr geschenkt mitten in dieser ganzen Dunkelheit und Trauer.
Wir hoffen, dass ihr es schafft einfach immer einen Schritt nach dem anderen zu machen in diesem Leben, das doch so ganz anders hätte sein sollen.
Wir hoffen, dass da Menschen um euch sind, die verstehen, dass das schwerstverletzte Herz nicht einfach wieder heil wird nach einiger Zeit.
Menschen, die da sind, dann, wenn es besser geht, aber auch dann, wenn es wieder so weh tut, dass sie nicht bei euch sein darf, eure Amira.
Menschen, die spüren, dass Eltern eines Sternenkindes sein vieles für immer verändert hat.
Menschen, die euch helfen, diesen immensen Spagat zu schaffen als Erdenkind-Sternenkind-Eltern, für die das Leben mit dem fehlenden Herzschlag eurer Amira stehengeblieben ist und es gleichzeitig bunt und pausenlos weitergeht für euer Erdenkind.
Menschen, die euch spüren lassen, dass sie an euch denken, dass sie eure Amira nicht vergessen.
Wir denken an euch… alles Liebe… in ganz grosser Verbundenheit…

(Bilder bleiben bei der Familie)