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644. herzensbilder.ch-Einsatz bei einem Sternenfee-Mädchen

Es ist eine Hebamme, die sich bei herzensbilder.ch meldet. Es gehe um eine Familie, die ihr Kind still zur Welt bringen werde und die gerne Herzensbilder „von ihrem kleinen Schatz“ machen möchte.
Ob dann ein Fotoengel kommen könnte?

Danke dir, liebe Susan Infanger (www.susan-infanger.ch / www.wunder-zeiten.ch), dass du, die die Mama bereits zufälligerweise im Vorfeld kennengelernt hat, ohne wenn und aber es dir einrichtest, dass du gehen kannst.
Danke, dass gerade nichts wichtiger ist für dich, als dann für diese Familie da zu sein, wenn sie dich brauchen.
Danke, dass du dich auf den Weg machst als es für die Eltern gut ist, als wäre es das Selbstverständlichste der Erde.
Danke für deinen so grossen Mut, den es braucht, ein Spitalzimmer zu betreten, in dem Eltern Abschied ihres geliebten Kindes nehmen müssen.
Danke für deine Ruhe und Herzlichkeit, dein Feingefühl und deine Achtsamkeit dann im Umgang mit diesen Eltern, den Geschwisterkindern und ihrer kleinen Sternenfee.
Nur gut hast du getan, nur gut gut gut, mitten im Dunkeln und all der Trauer. Du warst da und hast in deinen Bildern all die Liebe und Geborgenheit für immer eingefangen, die ihre Familie ihr geschenkt hat in dieser Zeit des Zusammenseins.
Bilder voller Geborgenheit und Innigkeit, Bilder des Abschieds und des Zusammenseins.

Du schreibst danach: „Die Mama der Kleinen habe ich zufälligerweise bereits während ihrer Schwangerschaft kennen gelernt. Sie fragte mich, ob ich nicht auch Fotografin bei Herzensbilder sei, denn ihr ungeborenes Schätzi habe Trisomie 18 und es sei etwas was sie sich sehr wünschen würden – Bilder von ihrer kleinen Prinzessin, wenn sie dann da ist. Sie hatten sich entschieden, der Kleinen die Entscheidung zu überlassen, wann die Zeit für sie stimmt «zu gehen» und so verstrichen die Wochen. Eines Morgens kann sie dann, die Meldung von der Herzensbilder-Einsatzleiterin, dass das kleine Mädchen die Flügel aufgespannt hat und nun doch bereits im Mamabauch zu den Sternen geflogen ist, die Geburt werde nun eingeleitet, ob ich den Einsatz übernehmen möchte. Keine Frage, war ich in Gedanken doch schon während der Schwangerschaft immer wieder bei ihr und habe sie für ihre Stärke, die Kleine entscheiden zu lassen, stets bewundert.
Gegen Abend dann das Telefon von der Hebamme, die Kleine sei bereits da! So lange hat sie durchgehalten, die kleine Kämpferin, fast bis zum Ende der Schwangerschaft und dann ist es plötzlich ganz schnell gegangen.
Die Atmosphäre bei meiner Ankunft in ihrem Spitalzimmer war einfach so unglaublich – so friedlich, erfüllt mit Freude und Trauer gleichermassen, mit Dankbarkeit und Zusammenhalt. Die Mama hatte bereits im Vorfeld ganz niedliche Anziehsachen für ihre kleine Prinzessin organisiert. Die ersten Bilder machten wir gemeinsam mit den zwei älteren Geschwistern. Es war unglaublich berührend zu sehen, wie unbefangen sie die Situation meisterten und es gab so zauberhafte Bilder – die Geschwister mit ihrer kleinen Sternenschwester und sie alle fünf zusammen… Nachdem die beiden Grösseren abholt wurden, genossen die Eltern ihre Zeit mit ihrer kleinen Tochter und wir konnten innige Bilder machen, Bilder so voller Liebe und es war so berührend zu sehen, wie die Eltern staunten über ihr kleines Sternen-Wunder-Mädchen. Lange sassen wir dann noch beisammen, redeten, staunten und umarmten uns zum Abschied…. Beim Verlassen des Spitals stand da ganz unverhofft meine Herzensfreundin. Sie hatte mitbekommen, dass ich ein Sternenkind besuche und hat mich abgeholt. Sie ist ausgebildete Doula und es tat grad so gut mit jemanden reden zu können, der solche Situationen auch schon erlebt hat.
Zwei Tage nach ihrem Sternen-Geburtstag habe ich den Eltern bereits ein paar erste Bilder ihrer Sternenfee mailen können, mit dem Gedanken, dass sie so, wenigstens etwas von ihr «behalten» können, wenn sie ihre Kleine dann endgültig hergeben müssen.
Wie es der Zufall wollte, bin ich ein paar Tage nach dem Herzensbilder-Einsatz an eine schöne Kerze härägloffe. Zusammen mit dem Bilder-Stick, einem Fotobuch und eben dieser Kerze bin ich dann gute zwei Wochen später bei der Familie vorbei und konnte ihnen ihr Herzensbilder-Päckli übergeben. Ich bewundere sie dafür wie sie das alles meistern und wünsche ihnen einfach von ganzem, ganzem Herzen alles erdenklich Liebe – eine wirklich bemerkenswerte, bärenstarke Familie! Es war ein so «eindrücklicher», unglaublich berührender Einsatz und die Familie ist mir sooo ans Herz gewachsen…“

Und dann kommt ein Mail von der Sternenfee-Mama: „Susan war/ist unser Engel der Stunde. Sie kam nur wenige Zeit nach der Geburt angeflogen und hat den magischen Moment, als unsere Kleine da war, vollkommen gemacht. Wir hätten uns nichts Schöneres vorstellen können. Es war einfach perfekt. Der glückliche Moment, sie endlich in den Armen zu halten, hat Susan in so wahnsinnig schönen Bildern festgehalten. Auch mit unseren beiden grösseren Kindern hat sie Bilder für die Ewigkeit gemacht. Wir können einfach nur danke sagen. Danke, dass Susan bei uns war, danke für die Bilder, danke für das wahnsinnig schöne Album, danke für das gesamte Herzenspaket, danke für all das, was ihr uns geschenkt habt. Es ist jedes Mal ein Trost, wenn wir die Bilder anschauen können und dabei an unser Sternentöchterchen denken. Herzlichen Dank euch allen, die diese Wunder vollbringen für betroffene Familien…“

Liebe Sternenfee-Mama
Lieber Sternenfee-Papa
Wir sind froh, konnten wir euch all die innigen Bilder mit eurer Tochter, mit auf euren Weg ohne sie geben.
Bilder, die zeigen, dass sie da war und die für immer festgehalten haben, wie liebevoll eure kurze gemeinsame Zeit war inmitten all der Traurigkeit.
Wir denken an euch und hoffen, dass ihr es schafft, einfach einen Schritt nach dem anderen zu machen in diesem Leben als Erdenkinder-Sternenkind-Familie.
Es prägt einem für immer, Mama und Papa eines Sternenkindes zu sein.
Wir hoffen, dass ihr Menschen um euch habt, die das verstehen und die euch immer wieder spüren lassen, dass sie an euch denken und eure Tochter nicht vergessen.
Alles alles Liebe und in grosser Verbundenheit….

(Bilder bleiben bei der Familie)