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649. Herzensbilder.ch-Einsatz bei Leandro

Es sind Pflegefachfrauen der Intensivstation eines Kinderspitals, die sich bei herzenbilder.ch melden.
Da sei eine Familie, deren beide Kinder stationär im Spital seien. Die Familie sei schon sehr lange hier und es würde ihr sicher sehr gut tun, schöne Herzensbilder zu bekommen. Das ältere Kind liege auf der Intensivstation, das Jüngere würden sie dann für’s Fotoshooting einfach auf die Intensivstation bringen.
Der Mama würde ein Beautyengel sehr gut tun, aber sie möchte nicht lange Zeit weg von ihrem Jungen auf der Intensivstation. Ob der Beautyengel die Mama denn auch auf der Station selbst zurecht machen könnte? Das wäre wunderbar.

Ja sicher machen wir das möglich.
Die unendlichst tapferen Mama’s sollen sich einfach wohl fühlen dürfen und werden dort zurecht gemacht, wo es für ihr Mamaherz gut möglich ist.
Und wir werden dann kommen, wenn es für beide Abteilungen, auf denen die beiden Kinder liegen, gerade am allerbesten passt, weil es so berührend ist, dass sie so sehr mithelfen werden, diese Familienbilder möglich zu machen.

Doch dann ist alles wieder anders, wie so oft in den Stürmen des Lebens.
Leandro hat einen Infekt und so darf die kleine Schwester nicht zu ihm.
Als die Pflege sich dann erneut meldet, geht es der kleinen Fee zum Glück wieder gut, so dass sie nicht mehr stationär ist. Doch Leandro liegt noch immer auf der Intensivstation.

Die Mama schreibt: „Leandro wurde mit einer Vaterl-Assoziation geboren und hat 2.5 Jahre eine Trachialkanüle gehabt, welche dann entfernt wurde. Doch dann wurde festgestellt, dass er eine schwere Luftröhren-Operation brauchen wird. Gleichzeitig hatte ich einen vorzeitigen Blasensprung und musste zwei Wochen liegen im Spital. Am Tag der grossen Operation von Leandro gingen die Wehen los und seine kleine Schwester kam zur Welt. Leandro musste nach der OP ins künstliche Koma verlegt werden, dann folgte in alledem noch eine Lungenentzündung. Als diese überstanden war, folgte ein schwerer Infekt, anschliessend eine Medikamentenunverträglichkeit und als wir dachten, wir hätten es überstanden, musste er wieder notkanüliert werden. Dabei wurde entdeckt, dass er innerlich einen Pilz hatte, der sich durch den ganzen Körper gezogen hat und der zwischen Speiseröhre und Luftröhre ein Loch gebildet hat. Er durfte drei Wochen lang nichts essen, jetzt ist das Loch wieder zugewachsen. Im Moment geht es ihm besser, doch nächste Woche folgt schon die nächste OP, nach der er erneut in ein künstliches Koma gelegt werden muss. Seit mehr als vier Monaten ist Leandro schon auf der Intensivstation, welche er nicht verlassen darf, und ich bin jeden Tag mit meiner Tochter bei ihm und wir hoffen darauf, dass er irgendwann heimkommen darf…“

Wie gerne schenken wir euch Herzensbilder.
Wie unendlich viel ist es, was ihr hinter euch habt.
Und so viel ist noch immer vor euch.

Fotoengel Sonja Ruckstuhl (www.sonjaruckstuhl.ch) und Visagistenengel Evelyn Widmer-Vogel (www.chillandstyle.ch) sind sofort bereit, euch dann im Kinderspital zu besuchen, wenn es für euch am allerbesten wäre.
Danke euch beiden Engeln so sehr, dass ihr diese Bilder möglich macht.
Gerade jetzt, bevor die nächste Operation gemacht werden muss.
Danke, dass ihr euch die Zeit freizaubert in euren Tagen und dann einfach da seid für diese unendlich starke Familie.
Danke, dass ihr nur gut tut, dass ihr ihnen eine kleine Pause in ihrem Spitalalltag schenkt.
Danke für eure Herzen aus Gold, euer Feingefühl und eure Herzlichkeit.
Danke auch deinem Engel im Hintergrund, liebe Evelyn, der es möglich macht, dass du als Mama von vier Kindern als Engel losfliegen kannst.

Leandro’s Mama schreibt danach:
„Ich hatte am Anfang mega Bauchschmerzen, da ich nicht wusste, was auf mich zukam. Aber als Evelyn dann da war, war es super. Sie ist eine ganz aussergewöhnliche Frau. Und das Schminken war unkompliziert und ich habe mich toll unterhalten. Auch Sonja ist so eine tolle Frau. Das Fotoshooting war lustig, auch wenn Leandro seinen eigenen Kopf hatte. Tiara ist eingeschlafen dabei, aber sie ist ja auch erst drei Monate alt. Die Fotos sind schön geworden. Man sieht das Kinderspital überhaupt nicht. Eure Arbeit ist wirklich toll und ihr helft den Familien, für kurze Zeit den Kinderspitalalltag und die Zeit zu vergessen…“

Liebe Leandro-Mama
Lieber Leandro-Papa
Inzwischen seid ihr daheim mit eurem Kämpfer mit intensiver Hilfe der Kinderspitex.
Wir wünschen es euch so sehr, dass es möglichst windstill sein darf, bis ihr wieder ins Spital einrücken müsst für die nächste Operation.
So unendlich viel habt ihr hinter euch.
Auch das Leben eurer kleinen Fee hat inmitten eures Sturm’s begonnen.
Einfach daheim sein zu können, auch wenn euer Alltag daheim noch so ganz anders ist als ein „normaler Alltag“.
Einfach zusammen sein können, das wünsche ich euch für eine möglichst lange Zeit.
Und ich hoffe so innigst, dass ihr diesen Weg nicht als Kleinfamilie gehen müsst, dass da Menschen sind, die mittragen und die helfen, zu schaffen, was ihr schaffen müsst.
Es braucht sie so sehr, die zusätzlichen Hände, Herzen und Schultern, dann, wenn es immer wieder stürmt und zwei Elternteile allein all das, was geschafft werden muss, kaum alleine schaffen können.
Ich hoffe, dass da Menschen sind, die euch helfen, die euch abnehmen, was man euch abnehmen kann.
Menschen, die euch spüren lassen, dass sie da sind und da bleiben.

Irgendwann erfahre ich, dass der Papa merkt, dass ihm ein Bild fehlt.
Ein Bild von sich mit eurer kleinen Fee.
Da das Augenmerk vor allem auf euren Kämpfer gerichtet war, der die Intensivstation nicht verlassen durfte, aber der doch wenigstens die bunten Wände suchen durfte, ging dieses Bild unter.
Ein „Mama-kleine Fee-Bild“ gibt es, aber ein „Papa-kleine Fee-Bild“ nicht.
Es war euch nicht bewusst während dem Shooting, dass auch das ein Bild ist, das irgendwie wichtig zum Mitnehmen wäre auf euren Weg.
Manchmal realisiert man es erst dann, wenn man dankbar die Bilder anschaut und dann merkt, dass einem eines fehlt.
Ja, auch sie hat so unendlichst viel geschafft, eure kleine Fee.
In ihrem eigenen Leben, das turbulent und stationär im Kinderspital begonnen hat.
Und in eurem gemeinsamen Leben, in dem sie ihre ersten Lebensmonate an eurer Seite am Bettchen ihres Bruders auf der Intensivstation verbracht hat.
Ich verstehe es, wenn man da plötzlich spürt, dass da noch ein Bild mit ihr fehlt, ein ganz inniges „Papa-kleine Fee-Bild“, eines, das spüren lässt, wie dankbar dieser Papa ist, dass es ihr nun gut gehen darf, seiner kleinen Tochter.
Wir werden dieses Bild noch möglich machen, das verspreche ich euch ganz fest.
Wir können nicht Bilder noch möglich machen, dann, wenn es windstill wird bei einer Familie, dann, wenn alles gut ist, da werden unsere Fotoengel zu sehr gebraucht an anderen Orten. Doch wenn’s noch immer stürmt und die nächste OP schon folgen wird, dann, dann machen wir dieses Bild so gerne noch möglich für euch……
Alles alles Liebe und auf dass alles so gut wie nur möglich gehen wird, was euch noch bevorsteht… das wünschen wir euch so fest…

(Bilder bleiben bei der Familie)